LEGO® News

10 Fragen, die nur echte LEGO Fans beantworten können!

2. März 2017

LEGO – Hinter dem weltweit erfolgreichen Konzern stehen ein dänisches Unternehmen und ein Mann mit einer genialen Idee, die wir seit vielen Jahren auf der ganzen Welt zelebrieren. Eigentlich geht es „nur“ um Bausteine. Haben wir eigentlich nichts weiter zu tun, als kunterbunte Kunststoff-Bausteine aufeinander zu stapeln? Zugegeben: Jeder LEGO Fan wird bei dieser Frage wohl entrüstet die Nase rümpfen. Recht habt ihr! LEGO ist noch so viel mehr, eine ganze Welt voller Kreativität, Fantasie und unendlichem Bauspaß, der scheinbar perfekt ineinander passt. Doch könnt ihr auch die folgenden Fragen beantworten?

1) Wer hat LEGO erfunden?

1932 hat ein dänischer Tischlermeister zunächst die Idee gehabt, Holzspielzeug herzustellen. Sein Name ist Ole Kirk Christiansen und er hat 1934 den Namen LEGO  aus dem dänischen „leg godt“ gebildet, was soviel bedeutet wie „spiel gut“. Genial, denn genau das haben Millionen Fans auf der ganzen Welt gemacht.

Ich bin mir ganz sicher, dass sich Ole der Tragweite seiner Erfindung zum damaligen Zeitpunkt nicht ansatzweise bewusst war. Es ist aber eine Lüge, dass LEGO auf das lateinische ich lese/ich sammle zurückzuführen ist. Das bestreiten die Hersteller bis zum heutigen Tage. Es würde darüber hinaus so gar keinen Sinn machen, wenn wir es im Zusammenhang mit diesem Spielzeug sehen.

Die ersten LEGO Bausteine kamen 1949 heraus. Im Grunde genommen sehen Sie den heutigen Modellen gar schon ähnlich. Die Kunst etwas zu entwickeln, was über viele Jahre hinweg immer wieder Bestand hat und sich unendlich ergänzen lässt.

2) Wie sah der erste LEGO Baustein aus?

Lasst uns zurück in das Jahr 1949 gehen. Dann werden wir herausfinden, wie der allererste Baustein aus dem Hause LEGO wirklich aussah. Stellt euch einen Quader aus Kunststoff vor und malt ihn mit einer beliebigen Farbe an. Dann habt ihr den damaligen Lego Stein bereits vor Augen.

Tatsächlich haben sich auf den kultigen LEGO Bausteinen von Anfang an diese Noppen befunden. Dennoch setzte der Hersteller damals auf einen hohlen Unterbau. Was dazu führte, dass die kleinen Steine schnell an Stabilität verloren. Das fanden die Entwickler schnell heraus und ersetzten die Unterseite mit den integrierten Röhren, die auf Basis des Kopplungsprinzips ineinandergreifen und einen enormen Halt bilden.

Das offizielle Datum für die Erfindung und Festsetzung der Lego Bausteine ist der 28. Januar 1958. An diesem Tag hat Ole seine Idee als Patent angemeldet.

Hat LEGO von einem Briten abgeguckt?

Wusstet ihr eigentlich, dass es 1932 schon einen ähnlichen Konkurrenten mit einer Idee der Kunststoffbausteine gab? LEGO hatte damals sogar das Design übernommen und erhielt Muster von dem englischen Fabrikat. Die damalige Firma mit Sitz in Großbritannien hieß Kiddicraft. Eigentlich hatten sie an alles gedacht, nur nicht das Patent auch international sichern zu lassen. So konnte sich LEGO ganz legal diese Erkenntnisse für die eigenen Produkte sichern. Erst als die Firmengründerin Hilary Fisher Page starb, gingen alle Patentrechte offiziell an LEGO.

3) Wann gab es LEGO zum ersten Mal in Deutschland?

Das erste Werk eröffnete 1956 in Hohenweststedt. Maßstabsgetreu in einem Verhältnis von 1:87 entwickelte man insgesamt 16 Pkw Modelle und passende Verkehrszeichen. Die Gebäude konnten Modellbauer mit den Bausteinen nachempfinden. Hinzu kamen Grundplatten und Garagentore.

Eigentlich gibt es das deutsche Patent erst seit 1996. Jedoch hatten viele Wettbewerber etwas dagegen, was in einer Löschung der Marke endete. Schließlich argumentierte man, dass die Kappen auf den Legosteinen vielmehr die Funktion als Klemmsystem erfüllten und nicht markentechnisch zu schützen sind.

Wie aus einem Baustein ein ganzes Sortiment wurde …

Im Zuge der Jahre machte Familie Christiansen verschiedene Experimente mit ihren Bausteinen und entwickelte Alternativen. 1967 führte LEGO mit Modulex zum Beispiel die Steine mit der hohlen Unterseite ein. Hier stellte man Info-Tafeln und Hinweisschilder her für Krankenhäuser.

1950 gründete Ole Sohn Gerhardt Kirk BILOfix. Dieses Unternehmen stellte nicht nur Spielzeug, sondern auch Baukastensysteme mit Werkzeug her. Im gleichen Atemzug hatten sich die kreativen Körper von LEGO dazu durchgerungen, nicht nur die Bausteine herzustellen, sondern Platten, Elemente für die Schrägdächer, Bilder, Figuren und Steine in transparenten Farben herzutellen.

Heute gibt es insgesamt 78.000 verschiedene Bauteile in 96 Farben (Stand: März 2013). Und das Geniale: Elle Teile können beliebig miteinander kombiniert werden und passen ineinander.

4) Stimmt es, dass LEGO fast pleite war?

Heute können wir es uns nicht vorstellen, dass es LEGO einmal schlecht ging. Und es ist noch gar nicht solange her. 2013 kam es zu Verlusten in dreistelliger Millionenhöhen. Doch was war eigentlich der Fehler? Die Bausteine hatten sich doch nicht verändert. Die Ursache der ganzen Misere war das Management, das sich so gut wie gar nicht mehr den Kinderthemen widmete und auch die neue Marketing Duplo sowie Legoland vernachlässigt.

Grund dafür war der einsetzende Aufschwung von Produktlinien wie Harry Potter und Star Wars, die dann wieder an Zuspruch verloren. Hierbei handelt es sich um Modelinien, die meist nur dann Umsätze verzeichnen, wenn gerade ein Film im Kino läuft.

Was hat Lego den Hals gerettet?

Es war eine Produktlinie namens Bionicle. Wieder etwas für echte Lego Fans, denn in den USA ging es sogar auf Rang 10 der beliebtesten Weihnachtsgeschenke in dieser Zeit. LEGO hatte sich wieder auf die ursprünglichen Werte besonnen und ging zurück zu den Kinderthemen. Doch es sollte bis zum ersten Quartal des Jahres 2005 dauern, die Verluste einzudämmen.

In der Zwischenzeit mussten Betriebe in der Schweiz und das Verteilungszentrum in Flensburg, Hohenweststedt und Billund schließen. Die Hauptverwaltung packt ihre Koffern ging nach München und die Produktionsstätten wurde nach Tschechien verlegt, um dem Unternehmen neue Fahrt zu verleihen.

Die Person, die einen merklichen Umschwung bei LEGO initiierte war Jørgen Vig Knudstorp. Er animierte alle dazu, zurück zum Kern des Erfolgs zu gehen. LEGO ging auf 14.000 Teile zurück und setzte seine Sets zu 70 % aus bewährten Standardteilen und Basic Bausteinen zusammen. Damit gab man dem Kunden und dem LEGO Fan ein WIR-Gefühl, seine Projekte besser in der Hand zu haben und mitzubestimmen.

Duplo fand seinen Weg zurück in die Ladengeschäfte und erhielt ein klassisches Redesign. Heute hat jeder die Chance, LEGO Sammlungen aus den Archiven und Katalogen zurückzuverfolgen.

5) Ist LEGO ein Familienunternehmen?

Bis 2017 war Jørgen Vig Knudstorp auch der Geschäftsführer von LEGO. Er hatte einst Wirtschaftswissenschaften studiert und promovierte in der Universität Aarhus. Am 1. Januar 2017 hatte der Geschäftsmann Bali Padda das Unternehmen übernommen und leitete das Imperium als aktueller CEO.

Wobei immer noch einer der Hauptaktionäre einer der jetzigen Enkel des einstigen Firmengründers ist: Kjeld Kirk Kristiansen. So können wir mit Fug und Recht sagen, dass es sich sich bei LEGO um ein Familienunternehmen handelt. Einzig und allein die Komplexität und der Einfluss auf dem globalen Spielzeugmarkt legen die Geschäfte nicht nur in die Händen der Familie.

6) Wann erblickten die ersten ELGO Minifiguren das Licht der Welt?

Zum ersten Mal hatte man bei Lego 1974 Teile verkauft, mit denen man auch Figuren bauen konnte. Zu den ersten Teilen gehörten drehbare Kopf- und Armteile. Wobei man damals den Unterkörper noch aus den gewöhnlichen Steinen bauen musste.

Scheinbar steckten die LEGO Minifiguren von Anfang an in der Entwicklung, sodass noch im selben Jahr fertige Figuren auf den Markt kamen. Zum damaligen Zeitpunkt ließ sich nur der Kopf bewegen, nicht die Beine und die Arme. Zudem fehlte den Figuren ein Gesicht.

  • 1987 kamen die Minifiguren heraus, so wie wir sie heute kennen unter dem Kürzel Minifigs.
  • In einem Maßstab von 1 : 40 kommt eine Minifigur auf eine Größe von 42 mm.
  • Sie lässt sich in ihren Oberkörper, Unterkörper, Kopf, Frisur und Kopfbedeckung zerlegen.
  • Eine Erneuerung ergab sich im Hinblick auf die Beine, denn diese sind an einem Gelenkscharnier erst im Bereich der Hüfte miteinander verknüpft. Hände und Arme lassen sich beliebig drehen.
Wusstet ihr eigentlich? Es gab noch eine spezielle Serie, die 1979 bis 1989 unter dem Namen Fabuland geführt und speziell für jüngere Kinder entwickelt wurde. Mit den Tieren und Figuren verkaufte man die Bauanleitungen und Hörspielkassetten. Wie ihr seht, haben die Entwickler schon damals Geschichten und Fantasien mit diesen Produkten verbunden.

7) Was war die erste LEGO Themenserie?

Heute können wir unzählige Serien und Produktlinien unterscheiden. Doch irgendein System muss doch den Anfang gemacht haben. Habt ihr vielleicht, eine Idee, was das war …?

8) Was ist die erfolgreichste LEGO Serie?

Auch wenn viele vielleicht auf Star Wars tippen, da derzeit eine enorme Anzahl von LEGO Star Wars Sets auf dem Markt unterwegs sind, liegt falsch. Denn LEGO City gibt es am längsten auf den Markt. Es ist unangefochten eines der erfolgreichsten Themen. Was wohl daran liegen mag, dass LEGO Fans die Möglichkeit haben, eine ganze Stadt zu erschaffen und Spielszenarien nachzubilden. Dabei ist es das Alltagsleben, Feuerwehr, Polizei, Müllauto, Urlaub, Haus und Garten, die in Miniaturformat eine magische Anziehungskraft haben.

Es ist wirklich erstaunlich zu sehen, wie viele Modellbauer sich in den letzten Jahren voller Hingabe LEGO City und LEGO Creator Sets widmen. Auch ich bin dieser Welt verfallen, ein Grund dafür mag der detaillierte und liebevolle Nachbau sein, der immer wieder neue Überraschungen parat hält. Gerade rund um die Modular Häuser hat sich mittlerweile ein reichhaltiges Repertoire gebildet, das einen nicht zu unterschätzenden Sammlerwert hat.

9) Womit hat sich LEGO die Gunst der älteren Lego-Fans gesichert?

Die Linie, die darauf verweist, dass LEGO nicht mehr lange noch was für Kinder ist? LEGO Technic. 1977 ist diese Reihe zum ersten Mal in die Ladengeschäfte gekommen mit dem Slogan: Technik wie in Wirklichkeit.

Das Herzstück dieser Serie sind die vollkommen neu geformten Zahnräder und Kegelräder. Hinzu kommen noch Balken, Lichtelemente und neue Matrixelemente. Ab sofort war es möglich, ferngesteuerte Modelle und Autos anzuschieben, die sich eine wachsende Zielgruppe sichern. Was heute geblieben ist? Die einzige Idee und eine geniale Auswahl unterschiedlicher Modelle, Fahrzeuge und Motoren.

Ihr habt die Gelegenheit, über die Lochbalken die Achsen und die Verbindungen miteinander zu kombinieren und wirklich erstaunliche Konstrukte zu erstellen.

10) Welche LEGO Produktlinie ist von einem Architekten?

Ich bin mir darüber im Klaren, dass ich mit meiner Frage schon auf die Antwort deute. Dennoch habe ich bis vor Kurzem gar nicht gewusst: Hinter den Architecture Modellen steht ein echter Architekt. Die Rede ist von Adam Reed Tucker.

Dieser kreative Kopf hat Architektur an der Universität von Tender studiert. Er hatte sich seiner einstigen Leidenschaft für Baukunst und Kreativität verschrieben: Was eignet sich da besser als LEGO Steine? Dabei gehört das weiße LEGO Steine Set zu den Erfolgsgeheimnissen, denn es bietet reichlich Möglichkeiten, um mit Kreativität und der Unterstützung von Ingenieuren Erstaunliches zu erschaffen.

Hier ist von einem Kreativbausatz die Rede.

Keine Sorge, die Anschaffung dieses Archtiecture LEGO Sets ist bereits vorgemerkt, sodass ich euch schon bald einen LEGO Test präsentiere.

Habt ihr noch weitere Fragen, denen ich auf den Grund gehen soll? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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